Der Sternenhimmel im Herbst 2008 >>Archiv

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                Neumond, 29.9.2008 

Der alltägliche Trott sowie das Funktionieren im Beruf bestimmen zurzeit unser Leben. Immer wieder müssen wir unser Handeln wie auch unsere Ziele den gegeben Umständen anpassen. Wir stossen an die Grenzen der Machbarkeit und landen auf dem harten Boden der Realität. Dadurch werden wir realistischer und bescheidener in unseren Wünschen. Minutiös geplant und sorgfältig ausgeführt wollen unsere Handlungen sein. Das ist zurzeit der Weg zum Erfolg, der dann aber auch nachhaltig sein wird. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und lassen uns nicht auf riskante Projekte ein. Vielleicht fehlt uns aber einfach der Mut neue Wege einzuschlagen. Wie viel einfacher ist es doch auf ausgetretenen Pfaden zu gehen, die sich bis anhin mehr oder weniger bewährt haben. Trotzdem sollten wir es nicht versäumen überholte Gewohnheiten und alte Muster abzulegen und uns den neuen Umständen anzupassen.
Ab Ende September, wenn sich Saturn und Uranus genau gegenüber stehen, werden wir spüren, in welchen Bereichen wir zu eingeengt sind und zu wenig Luft zum Atmen haben. Es ist die erste von insgesamt fünf Oppositionen. Exakt wird der Aspekt am 4.11.08, nächstes Jahr am 5.2. sowie am 15.9. und im 2010 am 26.4. und 26.7.. Das Thema wird uns also länger begleiten und wir haben mehrmals die Gelegenheit die nötigen Veränderungen und Korrekturen vorzunehmen.
Saturn zeigt uns Grenzen auf. Er symbolisiert Tradition, Verantwortung sowie Pflichterfüllung sich selbst, als auch der Gemeinschaft gegenüber. Uranus hingegen steht für Revolution, Freiheit, Ungebundenheit und Selbstbestimmung. Am liebsten bewegt er sich ausserhalb der Norm. Es sind starke Gegensätze, die hier aufeinander treffen. Einerseits der Wunsch auszubrechen und etwas ganz Anderes, Unkonventionelles und Verrücktes zu tun und anderseits loyal und Pflicht ergeben seine Aufgaben zu erfüllen. Vielleicht bemerken wir, dass unsere Visionen auf der Strecke geblieben sind und haben das Gefühl, etwas nachholen zu müssen. Doch aufgepasst, leicht wird über die Stränge geschlagen. Uranus steht im Zeichen der Fische; das lässt darauf schliessen, dass unsere Visionen noch unklar sind und wir gut daran tun, genau herauszufinden, was wir wünschen.
Es kommt zu überraschenden Umbrüchen in Bereichen, die eben noch sicher erschienen. Was erstarrt ist, wird herausgefordert. Uranus wird mit plötzlichen Ereignissen, bahnbrechenden Neuerungen und unvorhersehbaren Veränderungen, Saturn mit Bewahren in Verbindung gebracht. Diese Konstellation bringt Zerreißproben mit sich. Wir werden uns mit Fragen wie: „Bleiben oder gehen? Bewahren oder verändern? Tradition oder Utopie? Beschränkung oder Freiheit?“ auseinandersetzen müssen. Je stärker man an alten, überholten Strukturen festhält, desto heftiger fallen die Erschütterungen aus. Es liegt an uns, unser Leben zu ändern, so dass es nicht zu einem massiven Bruch mit der Vergangenheit kommen muss.
Wir sollten uns neuen Perspektiven öffnen und der Zukunft die Hand reichen, uns auf Neues einlassen, ohne das Bewährte und Bewahrenswerte zu gefährden.
Ich wünsche Ihnen den Mut die nötigen Risiken verantwortungsvoll einzugehen, damit Sie sich von all dem befreien können, was Sie in Ihrem Leben einengt und eigentlich schon längst zum alten Eisen gehört.

Christine Vosseler
            im Mai 2008